Candelilla

2016 © Matthias Kestel

Candelilla sind bekannt für ihre Bereitschaft, über die deutschen Indiepop-Verhältnisse zu leben. Die hiesigen Verhältnisse zu dehnen, zu überleben. Weiter zu gehen, als der Pop es erlaubt. Für ihr letztes Album „Heart Mutter“ (Zick Zack, 2013) gingen sie nach Chicago zu Steve Albini, und spielten das komplette Album live im Studio ein. Ein intensives Stück Musik, die ganze Energie und der Geist des Quartetts wurde in seiner schönen Rohheit erstmalig so richtig spürbar. Gleich einem Überfallkommando, das keinen Zweifel daran lässt, es mit jedem von sich gegebenen Ton absolut ernst zu meinen. Spätestens seitdem müssen wir uns die Bandmitglieder wassertretend in einem See einer aufgegebenen Schottergrube vorstellen. Vier schwimmende Köpfe, bis ans Kinn voll drin in einer Musik aus Spaß, Angst, Lust und Gewalt. Es gab keine Besetzungswechsel, Candelilla sind weiterhin Mira Mann, Lina Seybold, Rita Argauer und Sandra Hilpold. Das Hamburger Label Trocadero wird im Frühjahr 2017 das neue Album an Land ziehen. „Camping“ wurde von Tobias Levin produziert und wird absolut keine Gewissheiten bestätigen. Ab Dezember spielt die Band erste Konzerte, bevor es im April auf Album-Tournee geht. Pico Be

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